INTERNET

Alles rund um's world wide web 

Das Internet ist das größte Netzwerk der Welt. Es verbindet Rechner miteinander, die auf dem ganzen Globus verteilt sind. Von jedem Ort der Welt aus kann ein Rechner ans Internet angeschlossen werden.

Der Begriff "Internet" kommt aus dem lateinischen "inter" (zwischen) und dem englischen "net" (Netz) abgeleitet und bedeutet übersetzt "Zwischennetz".

VON DER MILITÄRKASERNE ÜBER DIE UNIVERSITÄT BIS HIN ZUM HAUSHALT

Seinen Ursprung hat das Internet im militärischen Bereich. Ende der 60er Jahre wurde vom Verteidigungsministerium der USA ein Netzwerk eingefordert, das auch unter ungünstigsten Bedingungen (beispielsweise bei einem Teilausfall des Netzes) die Übertragung von Daten zuverlässig gewährleisten sollte. Eine Besonderheit dieses Netzes war, dass Computer verschiedener Hersteller und Bauarten miteinander kommunizieren könnten. Das Netz hieß damals APRANET.

Nach kurzer Zeit wurden zusätzlich zu den militärischen Rechnern die wissenschaftlichen Rechner der Universitäten angeschlossen. Die Forscher nutzten das Internet, um sich mit Kolleg/-innen fachlich auszutauschen. In den achtziger Jahren wurden Universitäten, Regierungen und große Firmen weltweit ans Internet angeschlossen.

Es war nur eine Frage der Zeit, bis auch ein größerer Personenkreis Zugang zum Internet hatte. Die Faszination der weltumspannenden Kommunikation und Interaktion zog zunehmend immer mehr Menschen in ihren Bann (man spricht auch in diesem Zusammenhang von einem "globalen Dorf").

VON ÖDEN SCHRIFTEN ZU BUNTEN FERNSEHFILMEN

Mit der fortschreitenden Kommerzialisierung wird das Netz immer multimedialer; Grafiken, Videos, Musik und Sprache ergänzen die Textinformationen.

Die ursprünglich auf reinen Informationsaustausch ausgerichtete Kommunikationsstruktur gestattet heute beispielsweise auch die Verbreitung von Werbebotschaften.

Hinweis: Das Internet wird häufig auch als Informations-Highway oder Datenautobahn bezeichnet.

Fotoquelle: ©MG – stock.adobe.com; Weltkugel mit EU-Fahnen rundherum

DER DATEN-HIGHWAY IST NICHT GETEERT

Die Verbindung der Rechner auf der ganzen Welt erfolgt über Telefonleitungen, Glasfaserkabel, Breitband-Hochfrequenz-Kupferleitungen, Richtfunk und Satelliten.

Die wichtigsten Dienste im World Wide Web (WWW)

Das WWW kann allgemein als multimediales Informationssystem beschrieben werden. Durch die besonders einfache Bedienung (grafische Benutzeroberfläche mit Unterstützung der Mausfunktionen) entwickelte sich das WWW schnell zum wichtigsten und am häufigsten verwendeten Internetdienst.

E-Mail (Elektronische Post)

Dieser Dienst dient zum weltweiten Empfangen und Versenden von Nachrichten, Briefen und Dateien. Neben dem WWW stellt E-Mail den am häufigsten verwendeten Dienst dar.

FTP=File Transfer Protocol

dient der Übertragung von Dateien (Files) auf andere Computer. Die Aufgabe von FTP ist es, Dateien eines jeden Typs (Text, Bild, Ton und Computerprogramme) über das Netz von einem Computer auf einen anderen zu vermitteln. Das können zum Beispiel die selbst erstellten Homepages sein, die vom eigenen PC auf einen Internet-Server (Provider) übertragen werden.

Telnet

könnte man als eine Art "Fernsteuerung" bezeichnen. Es dient dem Aufruf von Programmen auf anderen Computern und bezeichnet ein Verfahren, mit dem man mit einem entfernten Computern über das Netz genauso arbeiten kann, als ob man mit seiner Tastatur unmittelbar an dem entfernten Rechner angeschlossen wäre (z.B. Heimarbeit).

Newsgroups

sind Diskussionsgruppen zu bestimmten Themen zusammengefasst. In Newsgroups können Text-Beiträge in so genannten "Elektronischen Diskussionsforen" veröffentlicht werden. Das Prinzip ähnelt dem der E-mail-Versendung, nur dass hier die Mail "öffentlich" gemacht wird, da sie nicht an eine Einzelperson gerichtet ist.

Newsgroups sind so ähnlich wie ein "Schwarzes Brett": Jeder kann Nachrichten, Mitteilungen und Informationen verfassen, die der anderen lesen und beantworten.

Adressierung im Internet

Damit jeder Rechner im Internet weltweit erreichbar ist, erhält er eine eindeutige Adresse, die so genannte "IP-Adresse".

Diese Adresse ist eine numerische Adresse aus vier Zahlenkombinationen, die durch einen Punkt getrennt sind (wie 193.197.167.34).

Da es schwierig wäre, sich die numerische IP-Adresse mehrerer Rechner zu merken, wurden ergänzend zu den IP-Adressen Namen für die Rechner erfunden. Sie können den Rechner im Internet also auch über einen Namen ansprechen, ohne die entsprechende IP-Adresse zu kennen.

Fotoquelle: ©ktsdesign – stock.adobe.com; digitaler Globus mit Netzstecker

Webadresse/URL

(Uniform Resource Locator) Eine Adresse, mit der du zu einer Webseite kommst (wie www.junginooe.at  oder www.jugendservice.at).

Sie besteht aus folgenden Teilen:

www: > world wide web

ooe-jugend: > Second Level Domain

at: > Top Level Domain

Wichtige Top Level Domains im Überblick:

.com > kommerzieller Anbieter (Firma)

.edu > Bildungseinrichtungen (education)

.gov > Regierungsinstitutionen

.mil > Militär

.net > Organisationen mit administrativen Aufgaben

.at > Österreich

.de > Deutschland

.fr > Frankreich

.uk > England

.us > USA

.au > Australien

.es > Spanien

INTERNET IN ZAHLEN

Die Zahl der Internet-Nutzer und -Anbieter wächst und wächst. Schätzungen gehen von ungefähr 300.000 Internet Servern (das sind die zentralen Internet-Rechner, auf denen die Informationen abgelegt und verwaltet werden) und 40 Millionen vernetzten Computern aus, über die heute weltweit zwischen 50 und 70 Millionen Menschen Zugang zum Netz haben.

Bis zum Ende des Jahres 2010 sollen etwa 400 Millionen Anwender im Netz sein. 2.100 000 Österreicher über 14 Jahren (32%) haben grundsätzlich einen Zugang zum Internet!

Nach wie vor gehört Österreich zu den europäischen Staaten mit einer sehr hohen Internetdichte. Österreich liegt an sechster Stelle.

Nur die skandinavischen Länder haben einen höheren Anteil an Online- Nutzern. Jeder vierte Österreicher nutzt zumindest gelegentlich das Internet.

Deutlich mehr Personen können via Büro (17%) auf das Internet zugreifen, als von zu Hause aus (13%). Die Unterdeckung bei Frauen, den Älteren und weniger Gebildeten nimmt ab.

Der beliebteste Web-Dienst ist nach wie vor das Versenden von E-mails (51%). Damit ist diese Verwendungsart wichtiger als das "allgemeine Surfen" (45%).

An dritter Stelle liegt das gezielte Aufsuchen von Sites (40%).

In der Beliebtheitsskala folgen Downloading (14%), Internet Chatting (11%) und die Teilnahme an Newsgroups (6%).

NEWSGROUPS

Neben den Internetdiensten World Wide Web und E-mail gibt es im Internet noch einige weitere Dienste:

Einer der bekanntesten und nützlichsten sind die Newsgroups (auch als Usenet bekannt). Dies sind - vereinfacht gesagt - öffentliche schwarze Bretter mit verschiedenen Themen, zu denen jeder frei seine Meinung schreiben oder auch die Meinung anderer lesen kann. Es gibt inzwischen viele tausend Newsgroups, die sich mit allen erdenklichen Themen befassen, von Comics über "Star Trek" bis zu Computerspielen.

Jeder kann dort eine Diskussionsrunde eröffnen, indem er eine Frage an eine Newsgroup schickt (oder eine mit einem neuen Thema aufmacht) und hofft, daß ihm jemand eine Antwort geben kann (und will).

Um an Newsgroups teilzunehmen, brauchst du ein spezielles Programm, etwa das mit dem Microsoft Internet Explorer ausgelieferte Outlook Express oder die Software Freeagent von Forté (www.forteinc.com), die beide auch E-mails bearbeiten können und kostenlos erhältlich sind.

Die Bedienung ist vergleichbar der eines normalen E-mail-Programms, nur dass die gesendeten Botschaften hier für alle einsehbar sind: Wer sich für eine Nachricht interessiert, schreibt eine Antwort, die wiederum für alle einsehbar ist, usw.

So entsteht nach und nach ein Diskussionsforum zu einem bestimmten Thema. Zuvor muss man sich eine Liste der verfügbaren Newsgroups von einem speziellen Newsserver herunterladen.

Wie dabei vorzugehen ist, zeigen einem die Programme beim ersten Aufrufen.

Es ist wiederum vergleichbar mit der Verbindung zu einem e-mail-Server. Die Adresse eines Newsservers erfährst du beispielsweise vom Internet-Provider. Newsgroups sind besonders interessant, wenn du dich für ein ausgefallenes Thema interessierst, für das du z.B. in der eigenen Stadt keine Gesprächspartner/-innen findest oder zu dem es im WWW keine guten Informationen gibt.

Auch für Newsgroups gibt es Suchmaschinen. Die Bekannteste ging 1995 ins Netz (www.dejanews.com), wurde aber 2001 eingestellt. Google Inc. kaufte die Archive und die Domain und als Google Groups wieder angeboten. Auch Metacrawler wie Go!Zilla bieten die Abfrage dieser Suchmaschinen an.

Worauf du noch achten solltest:Fotoquelle: ©Chlorophylle – stock.adobe.com; Teeneger mit Tablet

Es ist beispielsweise möglich, über entsprechende Foren Dinge zu tauschen oder Handel zu treiben, dies jedoch meist nur im privaten Rahmen.

Auch im WWW entstanden solche Tauschbörsen und sogar ganze Auktionsseiten, bei denen von amerikanischem Porzellankitsch bis zu Figuren aus Überraschungseiern und echten Wertgegenständen alles getauscht und versteigert wird. Die bekannteste Plattform dieser Art ist wohl www.ebay.at.

Anders als im WWW treiben sich im Usenet eher erfahrenere Computernutzer herum.

Du solltest dich an bestimmte Regeln halten, um nicht unangenehm aufzufallen und eventuell empfindliche Konsequenzen tragen müsstest.

Es könnte z.B. sein, dass niemand mehr deine Fragen beantworten will, wenn du dich daneben benehmen würdest. Für den richtigen Umgang miteinander gibt es einige mehr oder weniger offizielle Regeln, die Nettiquette, eine Sammlung von Dingen, die du im Usenet anstandshalber tun oder lassen solltest (ein Anhaltspunkt: Verhalte dich wie im richtigen Leben und tue nichts, was du nicht auch erleben möchtest).

Dazu gehört z.B., dass du dich an das jeweilige Thema der Newsgroup hältst, keine anderen Benutzer beleidigst oder dumme Fragen stellst, die du z. B. auch im Handbuch nachlesen könntest. Viele Newsgroups haben auch eine sogenannte FAQ-Liste ("frequently asked questions"), was dort bereits geschrieben steht, solltest du nicht fragen bzw. wird von dir die Beachtung der dort definierten Hinweise vorausgesetzt.

In manchen Newsgroups gibt es Moderatoren, die auf Verstöße gegen die Nettiquette aufmerksam machen und gegebenenfalls Besucher ausschließen, die sich nicht an die Regeln halten. Sei also höflich und aufmerksam!

Letzte Änderung am Thu, 23.03.2017 um 15:48 Uhr